Die Gemeinsame Kommission für Frauenforschung, Frauen- und Geschlechterstudien, Gender und Queer Studies (GK)
Besteht seit fast 25 Jahren. Basis: Vereinbarung der Hamburger Hochschulen zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Frauenstudien und Frauenforschung. Im Juni 2003 wurde die Vereinbarung um die Bereiche Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies erweitert.
Ein Beirat konzipiert ab 2000, maßgeblich unterstützt durch eine Planerin, das hochschulübergreifende Studienprogramm Gender Studies als Magister- und Diplomnebenfach, BA-Nebenfach und kooperierte mit dem Master "Gender und Arbeit". Ein wichtiger hochschulübergreifender Schwerpunkt der GK stellt heute das Modul "Geschlecht - Technik - Arbeit" dar. Derzeit besteht einschränkend ein Zulassungsstopp auf alle Studiengänge wegen kapazitäter Engpässe in der grundständigen Lehre: Mehr....Studienprogramm Gender Studies.
Im Sommersemster 2008 wird die Ausstellung eines Zertifikats "Genderkompetenz" für Studierende der Hamburger Hochschulen auf Antrag möglich. Die erfolgreiche Teilnahme an den von der GK und dem Uni-Ausschuss Gender Studies ausgewählten Lehrveranstaltungen für das Studienprogramm Gender Studies sind Voraussetzung. Informationen über Mindestanforderungen und Verfahren: dagmar.filter@wiso-hamburg.de.
Die GK baut 2008 den Schwerpunkt "Gender -Intersektionalität" mit zwei Tagungen und Workshops weiter aus: Im Januar vom 25. - 27.2008 "Facetten der Intersektionalität: Zur Produktivität einer (Forschungs-)Perspekive". Im November vom 28. - 30.11.2008 stand der Workshop unter dem Thema "Doing Intersectionality. Über das Recht auf Verschiedenheit und den Umgang mit Differenz". Die Texte dieses Workshops werden in den nächsten Tagen ins Netz gestellt XXXX: Weitere Tagungen zu diesem Themenschwerpunkt werden 2009 und 2010 folgen.
Ein Förderprogramm ermöglicht der GK den weiteren Ausbau des für das Hamburger Gender-Programm kennzeichnende Themenfeld "Gender - Diversity - Intersektionalität". Das noch existierende hochschulübergreifende Studienprogramm Gender Studies wird mit Lehraufträgen zu Teilen weiterhin sichergestellt. Mehr... Förderprofil der GK. Auch die Förderung studentischer Projekte/ Forschung in diesem Themebereich ist Anliegen der GK und soll die interssanten Ergebnisse in der Hochschulöffentlichkeit u. a. im Netz sichtbar machen, s. a. www.genderstudies-hamburg/projekte.
Mit dem neuen Projekt "Zentrum GenderWissen" wird ab Februar 2009 das an den Hamburger Hochschulen existierende Wissen im Themenbereich "Gender - Diversity - Intersektionalität" weiter gebündelt (Veranstaltungen), sichbar gemacht (Veröffentlichungen) und inner- und außerhochschulischen Zielgruppen (Gender-Module) zur Verfügung gestellt.
Aufgabenstellung der GK
Die GK hat laut Vereinbarung der Vertragshochschulen die vorrangige Aufgabe, 'Lehr-, Weiterbildungs- und Vortragsveranstaltungen sowie gemeinsame Forschungsvorhaben zu initiieren und dabei auf die Kooperation mit Institutionen der Praxis hinzuwirken. Zur Ergänzung des Lehrangebots zur Frauen- und Geschlechterforschung hat die Gemeinsame Kommmission das Recht, Lehrveranstaltungen zur Durchführung vorzuschlagen. Die Lehrveranstaltungen finden in Kooperation mit den Fachbereichen und Hochschulen als reguläre Lehrveranstaltungen statt. Teilnahmeberechtigt sind Studentinnen und Studenten der Hamburger Hochschulen'.
Seit WiSe 2003/04 sind in der GK sogenannte Gender-Professorinnen aus verschiedenen Disziplinen und verschiedenen Hochschulen vertreten, die im Zusammenhang mit dem Hochschulsonderprogramm-Fachprogramm (HSP) "Chancengleichheit für Frauen in Forschng und Lehre" nach Hamburg berufen wurden. Weitere VertreterInnen in der GK sind wissenschaftliche MitarbeiterInnen und Studierende. Die kooperierenden Hochschulen und ihre VertreterInnen sind (Stand 30. November 2008):
- Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie
Derzeit N. N. - Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung
In andere Fakultäten verlagert - Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Derzeit N. N. - Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW)
Prof. Dr. Yolanda Koller-Tejeiro; Prof. Dr. Monika Bessenroth-Weberpals; Andrea Geis; Isabell Wulff. - Department für Wirtschaft und Politik in der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Daniela Rastetter; Prof. Dr. Sybille Raasch; Kathrin Englert. - Hochschule für bildende Künste
Prof. Dr. Hanne Loreck; Ute Janssen - Hochschule für Musik und Theater
Prof. Dr. Beatrix Borchard; Martina Bick - Technische Universität Hamburg-Harburg
Prof. Dr. Gabriele Winker; Sarah Schreiner. - Universität Hamburg
Prof. Dr. Andrea Blunck; Wiss. MitarbeiterInnen: Julia Freytag, Tilo Renz, Stefanie Bentrup, Melanie Klaric
Förderbereich : Hier eine Übersicht der seit 2007 geförderten Forschungsprojekte und Veröffentlichungen durch die GK:
Förderprofil und Antragsverfahren ab 2007 (PDF, 19 KB)
Anträge an die GK können bis 15. März 2009 gestellt werden bei dagmar.filter@wiso.uni-hamburg.de
Studienprogramm Gender Studies
Seit dem Wintersemester 2002/03 leitet die GK das hochschulübergreifende Studienprogramm Gender Studies. Im Austausch mit weiteren interessierten Lehrenden und unterstützt durch den universitären Fachschaftsrat Gender und der AG Queer (Studierende) veranstaltete die GK mehrere Workshops zur inhaltlichen Ausgestaltung. Es erfolgte 2004 die sehr positive Akkreditierung des Masterprogramms 'Gender und Arbeit' der ehemaligen HWP (Jetzt WiSo-Fakultät).
Förderung von Lehrveranstaltungen
Mit einem einem zusätzlich ausgestatteten hochschulübergreifenden Lehrauftrags-Pool aus Bund/Länder-Sondermitteln Bund/ fördert die GK ab WiSe 2003/04 Lehrveranstaltungen insbesondere der Gender und Queer Studies. Die ergänzenden Lehrveranstaltungen zu den regulären Seminaren der Hochschulen standen für das Gender Studies Programm zur Verfügung. Alle von der GK geförderten Lehrveranstaltungen finden bis heute in Kooperation mit den Hamburger Hochschulen statt und sind für Studierenden der Gender Studies und teilweise auch für GasthörerInnen, insbesondere Teilnehmerinnen der FRAUENSTUDIEN Hamburg, geöffnet und scheinrelevant.
Kolleg Dekonstruktion und Gestaltung : Gender
Die GK hat zum 01. Januar 2005 ein Kolleg Dekonstruktion und Gestaltung : Gender eingerichtet. Das Kolleg dient der interdisziplinären wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Aspekten der Gender- und Queer-Forschung und deren Transformation in gesellschaftliche Praxen. Ausgehend von aktuellen Theorieansätzen arbeiten die KollegiatInnen im Rahmen ihrer wissenschaftlichen und/oder künstlerischen Projekte an gesellschaftlichen, des näheren wirtschaftlichen, technischen, politischen, gesundheitsbezogenen sowie künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Kolleg will einen Brückenschlag leisten nicht nur zwischen (Gender-)Theorie und gesellschaftlicher Praxis, sondern ebenso zwischen Wissenschaft und Kunst.
Interdisziplinäre Weiterbildung
Ein kontinuierlicher Förderschwerpunkt der GK ist seit 1988 die interdisziplinäre Weiterbildung für Frauen. Damit etablierte sie ein einzigartiges frauenzentriertes Bildungsangebot im Hamburger Hochschulbereich. Eine interne Dozentinnenausbildung ist seit dem 5. Studienprojekt möglich und wird zertifiziert. Sieben Sudienprojekte mit jeweils einer Dauer von fünf Semstern haben bereits stattgefunden, s. a. FRAUENSTUDIEN Hamburg (FST). Unterstützung erfahren die FST durch den Verein "FörderInnen und FreundInnen der FRAUENSTUDIEN Hamburg".
Kooperationen
Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum (KEG)www.genderkonferenz.eu
Gleichstellungsbeauftragtenkonferenz Hamburg www.uni-hamburg.de/pr/glb/
Zentrum für Disability Studies (zeDis) Universität Hamburg www.zedis.uni-hamburg.de
Hamburger Frauenbibliothek und Frauenbildungszentrum Denk(t)räume www.hamburger-frauenbibliothek.de
Dachverband deutschsprachiger Bibliotheken i.d.a. www.ida-dachverband.de
Ausbildung zur Philosophischen Praktikerin www.stopczyck-philosophie.de

